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Jobsuche

Die besten Jobportale für Freelancer*innen im Überblick: Damit ziehst du ganz einfach passende Aufträge an Land

von Charlotte Clarke, 13. Oktober 2019 07:58
War für Unternehmen die Beauftragung von Freelancer*innen früher noch eher eine »Notlösung«, ist die Nutzung von externem Know-How mittlerweile fast zur Selbstverständlichkeit geworden - anders lässt sich der Bedarf, vor allem nach Digital-Expert*innen, nicht mehr decken. Dies bedeutet: Beste Aussichten für Freiberufler*innen! Die 16 besten Jobplattformen für Freelancer*innen mit haufenweise interessanten und lukrativen Projektangeboten haben wir hier zusammengestellt.

Der Megatrend Digitalisierung hat für Freelancer*innen gleich mehrere Vorteile: Zum einen ist die Auftragslage durch die enorme Nachfrage nach Digital-Expert*innen für sie sehr vielversprechend, zum anderen schaffen moderne Online-Kommunikations- und Projektmanagement-Tools räumliche Unabhängigkeit, Flexibilität und hohe Reichweiten. Zwar finden wichtige Projekt-Meetings (z.B. Kick-Off, finale Übergabe) nach wie vor im Rahmen von persönlichen Treffen vor Ort bei den Kund*innen statt, aber die Akzeptanz von örtlich unabhängiger »remote«-Arbeit, z.B. von zu Hause aus, steigt auch in Deutschland zunehmend (wenngleich dieses Arbeitsmodell in anderen Ländern, etwa in den USA, noch viel weiter verbreitet ist). Dies ermöglicht natürlich z.B. auch die Mitarbeit an internationalen Projekten, ohne lange Auslandsaufenthalte in Kauf nehmen zu müssen.

Diese attraktiven Rahmenbedingungen locken immer mehr Menschen in die Freiberuflichkeit: In den letzten Jahren nahm die Anzahl an Freelancer*innen in Deutschland stetig zu. Dass die Nachfrage nach IT-Spezialist*innen jedoch noch lange nicht gedeckt ist, zeigen u.a. deren von Jahr zu Jahr steigenden Stundensätze. 

Laut einer aktuellen Umfrage der Plattform freelancermap stellt die Akquise von Aufträgen für Freiberufler*innen die größte Herausforderung dar. Gut, dass es zahlreiche Online-Plattformen gibt, die mit ihrer großen Reichweite die Suche nach passenden Projekten und neuen Kund*innen erheblich erleichtern können. Neben branchenübergreifenden Portalen richten sich einige speziell an IT-Expert*innen, z.B. für Projekte in den Bereichen App- und Web-Entwicklung, Blockchain, SAP-Beratung, UX/UI oder Data Science. Auch Designer*innen und Spezialist*innen für Online-Marketing und Multimedia finden auf Kreativportalen spannende Jobs. 

Einige Job-Plattformen fordern eine Bewerbung für die Aufnahme in die Datenbank, so dass hier in aller Regel Berufserfahrung nachgewiesen werden muss, um Kund*innen vermittelt zu bekommen oder Gebote für Aufträge abgeben zu können. Andere Portale sind offen, so dass sich auch (Quer-)Einsteiger*innen oder Teilzeit-Freelancer*innen auf Projekte bewerben können. 

Wir haben im Folgenden für dich eine Übersicht über die besten Jobportale für Freelancer*innen zusammengestellt.

4Scotty
Die noch relativ junge, in Berlin gegründete Plattform richtet sich an IT-Spezialist*innen, z.B. Softwareentwickler*innen, Tech-Consultants oder UX-Expert*innen. Hier bewerben sich nach dem »Reverse-Application«-Konzept die Unternehmen bei den Jobsuchenden. Sowohl Jobsuchende als auch Arbeitgeber werden bei einem passenden »Matching« automatisch benachrichtigt. 

dasauge
Bei diesem Kreativportal können Designer*innen, Grafiker*innen, Fotograf*innen und Multimedia-Expert*innen sowohl aktuelle Jobangebote durchforsten als auch eigene Jobgesuche formulieren, feste Agentur-Profile erstellen und Portfolios hochladen. Des Weiteren gibt es eine Tauschbörse (z.B. »Tausch von Fotoshooting gegen Text für Website«). Das Portal ist auch in Österreich, der Schweiz, den USA, UK und Spanien aktiv.

expertlead
Um als Digital-Expert*in in den Pool von expertlead aufgenommen zu werden und Aufträge annehmen zu können, ist eine Bewerbung beim Portal erforderlich. Hier werden qualifizierte Freelancer*innen mit namhaften Unternehmen zusammen gebracht. Der Fokus liegt vor allem auf Fachkräfte aus den Bereichen Blockchain, Software-Entwicklung, Design und Onlinemarketing

GULP
Die zur Randstad-Gruppe gehörende Plattform GULP ist auf die Bereiche IT, Finanzen und Engineering spezialisiert. Neben Personaldienstleistungen, die von der Suche nach passenden Kandidaten bis hin zur Abwicklung des Vorstellungsgespräches alles abdeckt, können Unternehmen hier auch aktiv Profile von registrierten Freelancer*innen durchsuchen. Freiberufler*innen können wiederum im Projektportal nach interessanten Aufträgen stöbern.

HalloFreelancer
HalloFreelancer ist eine Marke Karriere-Netzwerks Xing und gehört mit über 450.000 registrierten Freelancer*innen aus allen Branchen zu den führenden Portalen dieser Art in Deutschland. Voraussetzung für die Aufnahme in die Datenbank ist ein vorhandenes Xing-Profil. Durch den Algorithmus von HalloFreelancer erhalten Freiberufler*innen automatisch zu ihren Angaben und Skills passende Projektangebote.

Fivrr
Nach eigenen Angaben ist Fivrr der weltweit größte Online-Marktplatz für Freelancer*innen. Hier tummelt sich eine große Bandbreite an Branchen. Wer sich nur nebenbei etwas dazu verdienen möchte, kann hier auch für kleine Beträge ab 5 Dollar Mini-Projekte (z.B. Illustrationen) anbieten. Es sei jedoch angemerkt, dass hier die Konkurrenz - vor allem aus Niedriglohnländern - ziemlich hoch ist. Als Freiberufler*in sind Anmeldung und Angebotserstellung kostenlos, beim Zustandekommen eines Auftrags werden 20 % Provision fällig. Dafür wickelt Fivrr die Bezahlung automatisch ab. Außerdem kann man sich für die Datenbank »Fivrr Pro« bewerben, in der sich die Talente durch hervorragende und nachgewiesene Expertise auszeichnen, was besonders für renommierten Kund*innen attraktiv ist.

freelance.de
Auf dieser branchenübergreifende Plattform können sowohl Unternehmen offene Projektaufträge oder Stellen veröffentlichen als auch Freelancer*innen Profile und Jobgesuche einstellen. Hier sind bereits über 140.000 Freiberufler*innen registriert, für die zwei Mitgliedschaftspakete zur Auswahl stehen: Die Basis-Variante ist kostenlos, die »Expert«-Version mit erweiterten Funktionen kostet zwischen 12,50 und 17 Euro monatlich.

freelancermap
Das Portal freelancermap richtet sich an Auftraggeber*innen und hochqualifizierte Freelancer*innen aus den Bereichen IT- und Engineering. Spezialist*innen können hier kostenlos ein Profil anlegen und sich von interessierten Auftraggeber*innen kontaktieren lassen oder aktiv nach passenden Projekten suchen.

projektwerk
Bei projektwerk finden Expert*innen aus allen Branchen interessante Projektaufträge. Für die Erstellung eines eigenen Profils bzw. die Kontaktaufnahme mit potentiellen Auftraggeber*innen stehen je nach Bedarf vier Preisstufen zur Verfügung - die Basis-Version ist kostenlos.

Toptal
Dieses internationale Portal vermittelt laut eigenen Angaben die »Top 3 %« der besten Talente aus den Bereichen Software-Entwicklung, Design, Finanzen, Projekt- und Produktmanagement an namhafte Unternehmen. Um als Freelancer*in bei Toptal Auftragsangebote zu erhalten, wird der eigene Lebenslauf einer Prüfung unterzogen. Vorausgesetzt wird eine mehrjährige, nachgewiesene Berufserfahrung.

twago
Bei twago handelt es sich nach eigenen Angaben um Europas führende Vermittlungsplattform für Freelancer*innen. Registriert sind hier vor allem IT-Expert*innen, aber auch Designer*innen und Texter*innen. Freiberufler*innen können hier kostenlos ein Profil bzw. Gesuch anlegen. Für die aktive Bewerbung auf offene Projekte müssen sog. »Credits« gekauft werden und beim Zustandekommen eines Auftrags wird je nach gewähltem Paket eine Servicegebühr zwischen 7 und 10 % fällig. Die sofortige Bezahlung des geleisteten Auftrags wird bei twago über einen Treuhandservice gewährleistet.

Uplink
Uplink richtet sich speziell an IT-Freelancer*innen, auch der Service der Plattform ist an deren Bedürfnissen ausgerichtet: Hier gibt es keine öffentlichen Profile und somit auch keine lästigen Kontaktaufnahmen von sog. »IT-Recruiter*innen«. Stattdessen werden die Jobangebote durch Uplink selektiert und man erhält nur passende Projektvorschläge. Um in den Freelancer-Pool aufgenommen zu werden, ist eine Bewerbung erforderlich.

Upwork 
Mit über 9 Millionen registrierten Nutzer*innen zählt Upwork zu den größten internationalen Portalen für Techies, IT-Expert*innen und Webworker*innen. Hier bewerben sich die Freelancer*innen mit ihren Geboten aktiv um ausgeschriebene Projekte - meist kleinere, fest definierte Projekte. Die Registrierung ist für Freiberufler*innen kostenlos. Man sollte bedenken, dass sich bei Upwork  viele Fachkräfte aus Niedriglohnländern auf die Aufträge bewerben - meist zu deutlich günstigeren Konditionen als es in Deutschland üblich ist. Aber als Übergangslösung oder um erst einmal kleine Aufträge zu bekommen bzw. erste Referenzen zu erhalten, kann sich diese Plattform durchaus lohnen.

WorkGenius
Bei WorkGenius richtet sich sowohl an professionelle Freiberufler*innen als auch Studierende ohne Berufserfahrung. Nach erfolgter Registrierung wird der Lebenslauf von WorkGenius analysiert und man erhält automatisch geeignete Auftragsangebote, die sofort angenommen werden können - ohne vorherige Bewerbung und Verhandlung mit dem/der Auftraggeber*in. Je mehr Jobs man erfolgreich ausführt, desto anspruchsvoller werden die Projektangebote. Bei WorkGenius sind zahlreiche Branchen vertreten, insbesondere Softwareentwicklung, SEO, Online-Marketing, Übersetzung, Redaktion und Design.

We Work Remotely
Für Freelancer*innen und Digitale Nomaden, die räumlich unabhängig arbeiten möchten, ist diese internationale Plattform eine gute Anlaufstelle. We Work Remotely stammt von den Macher*innen der bekannten Projektmanagement-Software »Basecamp« und listet weltweit Jobs u.a. aus den Bereichen Softwareentwicklung, Design, Finance, Copywriting und Projektmanagement. Für Freelancer*innen ist die Nutzung des Portals kostenlos.

Yeeply
Das Prinzip von Yeeply: Innerhalb eines geschlossenen Netzwerks, in das Fachleute und Agenturen nur nach einer passenden Bewerbung aufgenommen werden, sollen vergleichsweise anspruchuchsvolle Jobs an zertifizierte Expert*innen aus den Bereichen App- und Webentwicklung, Marketing und Design vermittelt werden.

Die Marktstudie »Freelancer-Kompass 2019« zeigt die aktuellen Entwicklungen und Trends zur finanziellen Situation, dem Berufsbild sowie der Auftragslage von Freelancer*innen und gibt einen Ausblick auf die kommenden Jahre. Mehr dazu in unserem Interview »Beste Aussichten für Freelancer*innen: Marktstudie zeichnet deutlichen Aufwärtstrend im freiberuflichen Sektor«


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